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Depressive Patienten zeigten, verglichen mit Gesunden, eine signifikante
Reduktion der Valsalva-Ratio. Darüber hinaus zeigte sich eine signifikante,
negative Korrelation zwischen der die vagale Modulation der Herzfrequenz
beschreibenden HRV-Indices und der Dauer der depressiven Episode
einerseits sowie dem Ausprägungsgrad der depressiven Symptome (gemessen
anhand des Hamilton Depression Score) andererseits.
Nach 21-tägiger, antidepressiver Behandlung mit Nefazodon kam es bei
depressiven Patienten zu einer signifikanten Reduktion der Herzfrequenz und
des systolischen Blutdrucks im Vergleich zur Ausgangsuntersuchung vor
Therapie. Signifikante Veränderungen der die parasympathischen Funktionen
beschreibenden HRV-Indices kamen nicht zur Darstellung.
Im Vergleich zu Gesunden bestehen bei depressiven Patienten Störungen der
autonomen neurokardialen Regulation, wobei die Befundkonstellation das
Vorhandensein einer funktionellen Störung der Interaktion des sympathischen
und parasympathischen Schenkels des autonomen Nervensystems vermuten
lässt. Die Reduktion der Herzfrequenz und des systolischen Blutdrucks unter
Nefazodon bei gleichzeitig unveränderter vagaler Modulation deutet darauf hin,
dass es unter einer derartigen Antidepressiven Therapie mit Nefazodon zu
einer Reduktion der sympathischen Modulation der Herzfrequenz kommt,
welche möglicherweise über serotonerge Mechanismen vermittelt wird.
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