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tägiger Therapie sowohl eine signifikante Reduktion der Herzfrequenz als auch
des Blutdrucks. Die durchschnittliche Dosis lag zu diesem Zeitpunkt bei 413 mg
pro Tag. Im Vergleich zur Ausgangsuntersuchung ließen sich die erwähnten
Veränderungen nach 10-tägiger Behandlung mit einer durchschnittlichen Dosis
von 270,8 mg pro Tag nicht nachweisen. Während der Behandlung mit
Nefazodon ließen sich weder während der Ruheuntersuchung noch während
der verschiedenen Manöver Änderungen der parasympathischen Parameter
nachweisen. Hinsichtlich der EKG-Zeiten fielen ebenfalls keine Veränderungen
auf, die Analyse der PQ-Zeit sowie der QTc-Zeit zeigten keine Veränderungen.
Zusammenhänge
zwischen
HRV-Veränderungen
und
kardiovaskluären
Komplikationen sowie einer höheren
ardiovaskulären Mortalität sind für
verschiedene Erkrankungen beschrieben. Wie in der Einleitung ausführlich
dargestellt, sind Alkoholismus und Diabetes mellitus sowie koronare
Herzerkrankung, Herzinfarkt und Herzinsuffizienz zu nennen (Ewing, 1986;
Kleiger, 1987; Szabo,1987; LaRovere, 1998). Ferner wird diskutiert, inwieweit
pharmakologisch induzierte Reduktionen der HRV zu einem erhöhten Risiko für
kardiale Komplikationen führen können. Dieses ist zum Beispiel für trizyklische
Antidepressiva beschrieben. Insbesondere bei älteren Patienten, welche
kardiovaskuläre Vorerkrankungen aufweisen, ist dies zu beachten (Rechlin,
1994). Studien weisen deutlich höhere Nebenwirkungen bei der Behandlung mit
Nortriptylin im Vergleich zu den SSRI, Fluoxetin und Paroxetin, auf
(Roose,1998). Für Nefazodon konnten wir weder eine Veränderungen der
parasympathischen Aktivität noch Anzeichen für Nefazodon induzierte
Verschiebungen der EKG-Zeiten, insbesondere der PQ- und QTc-Zeit, an den
einzelnen Messzeitpunkten nachweisen. Diese Ergebnisse bestätigen, da keine
Hinweise für kardiale Regulationsstörungen vorliegen, das im Skriptum
beschriebene gute Wirkprofil der Substanz.
Nach der Dosis-Steigerung auf durchschnittlich 413 mg pro Tag wurde eine
signifikante Reduzierung der Herzfrequenz registriert. Da für die Substanz keine
ausgeprägten -adrenergen oder cholinergen Rezeptor Affinitäten beschrieben
sind, liegt es nahe, dass dieser negativ chronotrope Effekt durch Einflüsse auf
das serotoninerge System vermittelt wird. Tierversuche haben bereits gezeigt,
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