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die Hemmung der Serotoninwiederaufnahme nicht auszuschließen ist. So
beschrieb Baum, dass Serotonin-Spiegelerhöhungen die sympathische Aktivität
reduziere (Baum, 1975). Aufgrund der Komplexität der Systeme lassen sich
diesbezüglich keine verbindlichen Vorhersagen treffen, es bleibt aber ein
interessanter Ansatzpunkt für weitere Hypothesen. Eine Beeinflussung über
eine serotonerg vermittelte Erniedrigung des zentralen Sympathikotonus oder
über die Assoziation mit vagalen Fasern wäre denkbar, zumal in letzter Zeit
zunehmend auf die Assoziation zwischen vagalen Neuronen und Serotonin3-
Rezeptoren hingewiesen wird (Rissanen, 1997).
Nefazodon ist seit 1994 von der FDA zur Behandlung von Major Depression
zugelassen. Es gilt als wirksame Substanz, welche vom antidepressiven
Charakter mit älteren Antidepressiva zu vergleichen ist. Eine weite
therapeutische Breite und ein günstiges Nebenwirkungsprofil stehen
es
weiteren im Vordergrund (Khouzam, 2000). Bezüglich der kardiovaskulären
Nebenwirkungen sind Blutdruckregulationsstörungen aufgetreten. Bei fünf
Prozent der Behandelten kam es zu einer Absenkung des systolischen
Bludrucks unter 90 mmHg bzw. um eine Reduktion von mindestens 20 mmhg
vom Ausgangswert. Synkopen sind bei 0,02% der Untersuchten aufgefallen,
dies ist nicht signifikant vom Plazebo-Effekt abzugrenzen. EKG-Analysen
zeigen in 1,3% Hinweise auf eine klinisch nicht relevante Sinusbradykardie.
Veränderungen der Überleitungszeiten oder andere EKG-Veränderungen sind
nicht beschrieben. Weitergehende Untersuchungen der autonomen kardialen
Regulation und eine Analyse der HRV sind unter einer Therapie mit Nefazodon
bisher nicht untersucht worden.
Die in der Literatur beschriebene gute Verträglichkeit und das günstige
Nebenwirkungsprofil der Substanz Nefazodon haben uns veranlasst, die
kardiovaskulären Einflüsse näher zu analysieren und Veränderungen der HRV
darzustellen. Inwieweit sich diese auf kardiovaskuläre Umstände auswirken, ist
bisher in der Literatur nicht erfasst. Eine Kardiotoxizität wird bisher verneint.
Unter der Therapie mit dem Antidepressivum Nefazodon zeigte sich in der von
uns durchgeführten Studie während der follow-up-Untersuchung nach
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