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Autonome neurokardiale Regulation bei depressiven Patienten, Effekte der Therapie mit dem Antidepressivum Nefazodon

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61 In    unserer    Studie    haben    Patienten    teilweise    eine    Vorbehandlung    mit trizyklischen  Antidepressiva  eingenommen,  Substanzen,  die  an  sich  zu  einer Reduktion  der  HRV  führen.  Bereits  in  den  90er  Jahren  beschrieb  Jakobsen, dass die Einnahme von TCA zu einer reduzierten HRV führt  (Jakobsen, 1984). Zu ähnlichen Ergebnissen kam Rechlin (Rechlin,1994). Für  anticholinerg  wirksame  Substanzen  wird  eine  Wash-out-Phase   von   48 Stunden   als   ausreichend   aufgefasst   (Low,   1993).   Dieser   Zeitraum   wurde während der dargestellten Studie mindestens eingehalten. Überwiegend ist die Wash-out-Phase    länger    gewesen    als    die,    den    allgemeinen    Richtlinien entsprechenden 48 Stunden.   Um  den  Zusammenhang  zwischen  den  Parametern,  die  eine  herabgesetzte kardiovagale  Funktion  darstellen,    bei  den  Patienten  mit  einem  hohen  HAMD und  der  Antidepressiven  Therapie,  die  vor  der  Studie  verabreicht  wurde,  zu eruieren,  wurden  zwei  Subgruppen  gebildet.  Patienten  mit  einem  HAMD  <24 (n=13)   und  Patienten  mit  einem  HAMD   =24  (n=12)  wurden  bezüglich  der Therapiedauer  und –art,  welche  vor  der  Wash-out  Phase  verabreicht  wurde, untersucht.     Diese     Gegenüberstellung     offenbarte     jedoch     keinen     klaren Unterschied  zwischen  den  beiden  Gruppen.  In  jeder  Untergruppe  sind  jeweils sechs  Patienten  mit  trizyklischen  Antidepressiva  behandelt  worden.  Bezüglich der   medikamentenfreien   Zeit   konnte   ebenfalls   keine   signifikante   Differenz dargestellt  werden.  5,9  Tage  stehen  6  Tagen  in  der  anderen  Untergruppe gegenüber. Einen   weiteren   Faktor,   der   die   Funktion   der   kardiovagalen   Regulation   zu beeinflussen  scheint,  stellt  die  Dauer  der  momentanen  depressiven  Episode dar. Moser stellte in der oben aufgeführten Studie heraus, dass die Dauer der aktuellen depressiven Episode im umgekehrten Verhältnis zu der kardiovagalen Funktionsstörung  steht  (Moser,  1998).  Im  Gegensatz  zu  seinen  Ergebnissen konnten    negative    Korrelationen    dieser    Art    in    unserer    Analyse    nicht nachgewiesen werden.  
  
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