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Bemerkenswert ist die negative Korrelation zwischen der HRV während der
verstärkten Respiration und dem HAMD-Score. Dies deutet auf eine
Assoziation zwischen der Ausprägung der Depression und der Störung der
kardiovagalen Regulation hin. Nach Low und Peiffer deuten HRV-Indizes
erhoben während der forcierten Respiration auf die parasympathischen
Einflüsse hin (Low, 1993). Bisher sind derartige Korrelationen bei an Major
Depression Leidenden noch nicht veröffentlicht worden. Auf der einen Seite
sind zwar Publikationen bekannt, die auf einen Zusammenhang hinweisen
(Kittayaphong 1997; Light 1998), auf der anderen Seite liegen Arbeiten vor,
welche eine Korrelation zwischen dem parasympathischen Tonus und dem
Schweregrad der Major Depression nicht nachweisen konnten
(Moser, 1998).
Light untersuchte je fünfzehn Patienten mit ausgeprägten und weniger
ausgeprägten depressiven Symptomen. Die Diagnose einer Depression nach
DSM III-R konnte bei den Patienten allerdings nicht gestellt werden.
Nachgewiesen wurde zum einen ein erhöhter systolischer und diatolischer
Ruheblutdruck und zum anderen eine reduzierte HRV in der Gruppe der an
stärker ausgeprägten Symptomen leidenden Personen. Diese Veränderungen
korrelieren mit dem Grad der depressiven Symptome gemessen anhand des
Beck Depression Inventory (Light, 1998). Keine derartige Beziehung konnte von
Moser nachgewiesen werden. Die Untersuchung von 26 Patienten mit Major
Depression blieb ohne Hinweis auf einen Zusammenhang zwischen der
Veränderung der HRV und der Ausprägung der Depression (Moser, 1998).
Betrachtet man mögliche Ursachen dieser unterschiedlichen Aussagen, so sind
sie auf Unterschiede in der Evaluierung der Depressiven Symptomatik sowie
auf Unterschiede in der Patienten Population zurückzuführen. Zum einen muss
die Selbsteinschätzung der Erkrankten einem ausführlichen Interview durch
einen geschulten Mitarbeiter entgegengestellt werden, zum anderen sind von
Moser nur Patienten mit einer Depression vom melancholischen Typ untersucht
worden. Zudem können verschiedene Prämedikationen eine Rolle spielen. In
der Studie von Moser wurden über einen eitraum von drei Monaten keine
Medikamente verabreicht (Moser, 1998)
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