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Autonome neurokardiale Regulation bei depressiven Patienten, Effekte der Therapie mit dem Antidepressivum Nefazodon

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59 welche    durch    den    Parasympathikus    beeinflusst    werden,    keine    weiteren Veränderungen  während  der  Ruheuntersuchung  oder  verstärkter  Respiration zeigen.  Ebenso  zeigten  sich  weder  bei  der  Untersuchung  des  Ruheblutdrucks noch  bei  der  Untersuchung  der  Blutdruckregulation  während  des  Orthostase- Versuchs signifikante Unterschiede. Untersuchungen an depressiven, geriatrischen  Patienten  wiesen  bei  diesen  orthostatische  Dysregulationen  auf, welche  ebenfalls  auf  eine  Sympathovagale  Dysbalance  zurückgeführt  wurden (Schneider, 1986).    Festzustellen  bleibt,  dass  die  Ergebnisse  sowohl  des  Valsalva-Manövers  als auch der Ruheuntersuchung auf eine Dysfunktion der autonomen Regulations- mechanismen,  des  Sympathikus  und  des  Parasympathikus,  hindeuten.  Eine Abweichung des Tonus einer dieser Schenkel ist nicht anzunehmen, da keine signifikanten  Änderungen  entsprechender  Variablen  nachzuweisen  sind.  Eher scheint  die  Interaktion  zwischen  den  beiden  Gegenspielern  gestört,  was  die Veränderungen der HRV während des Valsalva-Tests erklärt.   Im  Vergleich  zum  Normkollektiv  zeigten  depressive  Patienten  während  der Ruheuntersuchung  eine  geringgradig  erhöhte,  durchschnittliche  Herzfrequenz. Kontrovers   wird   dieser B efund   in   der   Literatur   betrachtet.   Obwohl   keine Unterschiede der sympathischen und parasympathischen Parameter vorliegen, ist    die    Ruheherzfrequenz    bei    Depressiven    erhöht.    Dies    bestätigen    die Ergebnisse,   welche    Moser   anhand   der   Untersuchung   von   26   Patienten publizierte.  Die  erhöhte  Herzfrequenz,  die  ohne  Veränderungen  des  vagalen Tonus    auftrat,    sei    nicht    durch    alleinige    Änderungen    der    vagalen    oder sympathikotonen Einflüsse hervorgerufen  (Moser,1998).   Ähnliche Ergebnisse werden ebenfalls von andere Arbeitsgruppen angeführt, Rechlin beschreibt dies bei  Patienten  mit  endogenen  Depressionen  sowie  bei    Patienten  mit  einer "Major   Depression   vom   melancholic   type" (Rechlin,   1994;1995).   Yeragani hingegen  stellte  wiederum  keine  Unterschiede  der  Herzfrequenz  fest  und  von Rechlin    sind    Studien    bekannt,    welche    ebenfalls    keinen    Nachweis    von signifikanten  Herzfrequenz-Veränderungen aufzeigen konnten  (Yerangi, 1991; Rechlin, 1994;1995).
  
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