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Schwierigkeiten bereiten bei der Interpretation der Ergebnisse die Komplexität
der Regulationsprozesse und die zahlreichen Einflussfaktoren auf das
autonome Nervensystem (Gorman, 2000).
Die Aussagen bezüglich der HRV-Analysen bei depressiven Patienten in der bis
heute vorliegenden Literatur sind in ihren Aussagen widersprüchlich. Teilweise
konnten keine Veränderungen nachgewiesen werden und teilweise sind
Reduktionen der HRV beschrieben. Rechlin und Yeragni konnten in ihren
Studien keine signifikanten Unterschiede der HRV im Vergleich zu gesunden
Untersuchten feststellen.
(
Rechlin, 1994; Yeragni 1991; 1992).
Dalack und
Roose sowie weitere Arbeitsgruppen zeigen eine Reduktion verschiedener
HRV-Indizes
(
Dalack, 1990; Rechlin, 1994; Roose,1989; Yeragni, 1991;1992).
Hinsichtlich des parasympathischen Tonus zeigten Dalack, Rechlin, Tulen und
Guinjoan eine Reduktion bei den Depressiven
(Dalack,1990; Rechlin,1994;
Tulen,1996; Guinjoan,1995), während andere Arbeitsgruppen keine derartigen
Änderungen nachweisen konnten (Moser, 1998; Yeragani, 1991). Ähnlich
verhalten sich die Aussagen bezüglich der sympathischen Innervation, Moser
fand keine Veränderung im Vergleich der Gesunden zu den depressiven
Patienten (Moser, 1998), Guinjoan zeigte eine Erhöhung und Untersuchungen
von Tulen weisen auf eine Verringerung des Sympathotonus hin. Erwähnt
werden muss hier, dass während dieser Studien Patienten untersucht worden
sind, die teilweise zu früheren Zeitpunkten mit Psychopharmaka behandelt
wurden. Da die meisten Psychopharmaka zumindest theoretisch zu einer
Beeinflussung des autonomen Nervensystems führen und bis heute bei den
einzelnen Stoffgruppen nicht bekannt ist, wie lange eine adäquate, zur
Wiederherstellung der ursprünglichen autonomen Funktionsabläufe führende
Auswaschphase eingehalten werden sollte, sind die bisherigen Untersuchungen
sogenannter unmedizierter depressiver Patienten kritisch zu bewerten.
Insbesondere im Hinblick auf die in den einzelnen Studien stark divergierenden
Vormedikationen
und
die
unterschiedliche
vorausgehende
psychopharmakafreie Zeit (washout Phase), ist eine kritische Betrachtung
notwendig. Low untersuchte die Veränderungen autonomer Funktionen nach
der Einmalgabe eines TCA (Low, 1992). Nach Einmalgabe von 75 mg
Amitriptylin mit engmaschigen Kontrollmessungen konnte gezeigt werden, dass
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