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Autonome neurokardiale Regulation bei depressiven Patienten, Effekte der Therapie mit dem Antidepressivum Nefazodon

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55 Schwierigkeiten  bereiten  bei  der  Interpretation  der  Ergebnisse  die  Komplexität der    Regulationsprozesse    und    die    zahlreichen    Einflussfaktoren    auf    das autonome Nervensystem (Gorman, 2000). Die Aussagen bezüglich der HRV-Analysen bei depressiven Patienten in der bis heute vorliegenden Literatur sind in ihren Aussagen widersprüchlich. Teilweise konnten   keine   Veränderungen   nachgewiesen   werden   und   teilweise   sind Reduktionen   der   HRV   beschrieben.   Rechlin   und   Yeragni   konnten   in   ihren Studien  keine  signifikanten  Unterschiede  der  HRV  im  Vergleich  zu  gesunden Untersuchten  feststellen. ( Rechlin,  1994;  Yeragni  1991;  1992). Dalack  und Roose   sowie   weitere   Arbeitsgruppen   zeigen   eine   Reduktion   verschiedener HRV-Indizes ( Dalack,  1990;  Rechlin,  1994;  Roose,1989;  Yeragni,  1991;1992).   Hinsichtlich des parasympathischen Tonus zeigten  Dalack, Rechlin, Tulen und Guinjoan  eine  Reduktion  bei  den  Depressiven (Dalack,1990;  Rechlin,1994; Tulen,1996;  Guinjoan,1995),  während  andere  Arbeitsgruppen  keine  derartigen Änderungen   nachweisen   konnten   (Moser,   1998;   Yeragani,   1991).   Ähnlich verhalten  sich  die  Aussagen  bezüglich  der  sympathischen  Innervation,  Moser fand   keine   Veränderung   im   Vergleich   der   Gesunden   zu   den   depressiven Patienten (Moser, 1998), Guinjoan zeigte eine Erhöhung und Untersuchungen von  Tulen  weisen  auf  eine  Verringerung  des  Sympathotonus  hin.  Erwähnt werden  muss  hier,  dass  während  dieser  Studien  Patienten  untersucht  worden sind,  die  teilweise  zu  früheren  Zeitpunkten  mit  Psychopharmaka  behandelt wurden.   Da   die   meisten   Psychopharmaka   zumindest   theoretisch   zu   einer Beeinflussung  des  autonomen  Nervensystems  führen  und  bis  heute  bei  den einzelnen   Stoffgruppen   nicht   bekannt   ist,   wie   lange   eine   adäquate,   zur Wiederherstellung  der  ursprünglichen  autonomen  Funktionsabläufe  führende Auswaschphase eingehalten werden sollte, sind die bisherigen Untersuchungen sogenannter    unmedizierter    depressiver    Patienten    kritisch    zu    bewerten. Insbesondere im Hinblick auf die in den einzelnen Studien stark divergierenden Vormedikationen und die unterschiedliche vorausgehende psychopharmakafreie   Zeit   (washout   Phase),   ist   eine   kritische   Betrachtung notwendig.  Low  untersuchte  die  Veränderungen  autonomer  Funktionen  nach der   Einmalgabe   eines   TCA   (Low,   1992).   Nach   Einmalgabe   von   75   mg Amitriptylin mit engmaschigen Kontrollmessungen konnte gezeigt werden, dass
  
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