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2.2.2. Untersuchung der neurokardialen Regulation
Standardisiert wurde die neurokardiale Regulation an den Behandlungstagen 0,
2, 10 sowie bei Therapieende bzw. optimaler Dosisanpassung, am 21. Tag,
untersucht.
Für die Funktionsuntersuchung der neurokardialen Regulation war ein
Testverfahren notwendig, welches für den Untersucher und Untersuchten
einfach durchführbar sein, eine hohe Sensitivität und Spezifität zeigen, nicht
invasiv und gut reproduzierbar sein sollte. Im Rahmen der Studie wurde unter
standardisierten Bedingungen in einem klimatisierten, schallisolierten Raum
untersucht, um aktuelle Umwelteinflüsse zu minimieren. Der Patient lag
entspannt auf einem Kipptisch. Wesentlich für die Analyse der HRV ist die
Aufzeichnung eines konventionellen 12 Kanal-EKGs während der Durchführung
verschiedener, bekannter Manöver, welche zu einer Reaktion des autonomen
Nervensystems führen. Analysiert werden die digitalen Aufzeichnungen dann
mittels eines Computers. Basierend auf bekannte Analysen der HRV fand das
Neurodiag-Programm, H. Lambeck, München, Update der
ProSciCard,
Anwendung. Dies wird allen Anforderungen an eine zuverlässige Messung
gerecht. Die Erhebung und Auswertung der Daten erfolgt nach anerkannten,
üblichen Richtlinien (Ziegler, 1992). Die EKG-Ableitungen nach Eindhoven und
Goldberger wurden abgebildet, indem mit Plattenelektroden an den
Extremitäten ein Signal abgenommen wurde. Dies wurde als digitalisiertes
Signal an einen PC übertragen. Während der Untersuchung wird die EKG-
Kurve ständig auf dem Bildschirm abgebildet. Es wird diejenige EKG-Ableitung
ausgewählt, welche eine artefaktfreie Erkennung der -R-Abstände ermöglicht.
Anhand der Kriterien Steilheit, Anstiegszeit und Amplitudenhöhe, wird der QRS-
Komplex erkannt. Dies bildet die Grundlage für die Erkennung der
-R-
Abstände über einen Algorithmus. Nach einer Lernphase identifiziert das
Programm die QRS-Komplexe, berechnet den Abstand zwischen den R-Zacken
und wertet diese Messdaten entsprechend aus. Nach einer Einführung und
einer einheitlichen Ruhephase erfolgt die Erhebung der Daten in festgelegter
Abfolge. Die Patienten wurden aufgefordert sich zu entspannen, normal zu
atmen, sich möglichst wenig zu bewegen, nicht zu sprechen und nicht
einzuschlafen. Nach einer Entspannungsphase von 10 Minuten konnte das
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