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Autonome neurokardiale Regulation bei depressiven Patienten, Effekte der Therapie mit dem Antidepressivum Nefazodon

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ISBN: 3131048719   ISBN: 3131048719   ISBN: 3131048719   ISBN: 3131048719 
 
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23 bipolarer Depression wurde der Effekt von Nefazodon und Paroxetin verglichen. Auch  hier  unterscheiden  sich  die  Ansprechraten  nicht  signifikant.  Mit  einer mittleren  Tagesdosis  von  400-475 mg zeigte sich nach acht Wochen bei 58% unter   Nefazodon   und   bei   60%   unter   Paroxetin   ein   therapeutischer   Erfolg (Baldwin,  1996).  Somit  bewirken  Nefazodon  und  SSRIs  eine  vergleichbare, globale   Besserung   der   depressiven   Symptomatik    (Zorn,   1997).   Mehrere Vergleichsstudien   mit   Trizyklika   konnten   für   Nefazodon   einen   ähnlichen therapeutischen  Effekt  nachweisen.  In  einer  Langzeitvergleichsstudie  mit  276 Patienten,  denen  nach  Abklingen  eines  depressiven  Schubs  entweder  Nefa- zodon,  Imipramin  oder  Plazebo  verabreicht  wurde,  zeigte  sich  eine  deutliche Reduktion  der  Rückfallquote.  Unter  Placebo  lag  diese  nach  einem  Jahr  bei 33%,  in  beiden  Verum-Gruppen  hingegen  bei  11%.  Hierbei  zeigten  sich  nach dem Absetzen von Nefazodon keinerlei Entzugssymptome (Anton, 1991).   Im Vergleich zu bekannten Antidepressiva handelt es sich bei dem Wirkstoff um eine insgesamt gut verträgliche und  nebenwirkungsarme  Substanz.  Bei einem   Vergleich    des    Wirkungs-Nebenwirkungs-Profils    der    verschiedenen    Anti- depressiva fallen bei Nefazodon vier relevante Besonderheiten auf:   1.   der rasche und gute anxiolytische Effekt,   2.   die schlafregulierende Wirkung, 3.   die fehlende Beeinträchtigung der sexuellen Funktion, 4.   die insgesamt gute Verträglichkeit.     Am   häufigsten   werden   Sedierung,   Mundtrockenheit,   Übelkeit,   Obstipation, Asthenie,  Schwindelgefühl  und  Benommenheit  als  unerwünschte  Wirkungen von   Nefazodon   angegeben.   Erhebung,   inwieweit   diese   Effekte   klinische Relevanz  haben,  stuften  die  befragten  Patienten  als  mild  bzw.  erträglich  ein. Ferner  wird  eine  Toleranzentwicklung  hinsichtlich  dieser  Effekte  beschrieben und    die    Nebenwirkungen    werden    im    Behandlungsverlauf    als    sich    ab- schwächend  empfunden.  Diese  insgesamt  gute  Verträglichkeit  erklärt,  warum, verglichen mit anderen Wirkstoffen, weniger Therapieabbrecher zu verzeichnen sind  und  warum  die  Einnahme  regelmäßiger  erfolgt.  Nach  einer  Metaanalyse verschiedener  Studien  wurde  der  Anteil  der  Therapieunterbrechungen  bedingt
  
Angst, Zwang, Depression
von Hans-Thomas Gosciniak
Siehe auch:
Psychologie Heute compact Depression: Die...
Zwänge verstehen und hinter sich lassen: Wa...
Die Neue Medizin der Emotionen: Stress...
Das erschöpfte Selbst: Depression und Gesells...
 
   
 
     
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