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Autonome neurokardiale Regulation bei depressiven Patienten, Effekte der Therapie mit dem Antidepressivum Nefazodon

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20 Katecholamin-Überschusses bzw. einer herabgesetzten Konzentration. Weitere Ansatzpunkte sind die Neurotransmitter Interaktionen mit ihren entsprechenden Rezeptoren. Die Rezeptor-Zahl und deren Sensitivität scheint hier eine Rolle zu spielen,  welche  sich  auf  die  „second  messenger“  und  ihre  Wirkung  überträgt (Tasman, 1997).   Als  Wirkmechanismus  für  die  oben  kurz  angeführten  Antidepressiva  wird  eine Erhöhung   des   Neurotransmitterangebots   im   synaptischen   Spalt   bestimmter Hirnbereiche    angenommen.    Dieses    wirkt    dem    beschriebenen    Defizit    an Überträgersubstanzen entgegen. Mehrere pharmakologische Wege stehen hier zur Verfügung. Sowohl Katecholamine als auch Serotonin werden auf der einen Seite enzymatisch durch die  Monoaminooxidasen  abgebaut und damit inaktiv. Auf  der  anderen  Seite  werden  Neurotransmitter  dadurch  inaktiviert,  dass  sie über einen aktiven Transportmechanismus wieder in die Präsynapse der Zelle aufgenommen   und   neu   gespeichert   oder   abgebaut   werden.   Um   diesen Reuptake-Mechanismus zu hemmen, können klassische rizyklische Antidepressiva    als    auch    spezifische    Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI)  verwendet  werden  (Hartmann,  1997).  Ob  die  antidepressive  Wirkung tatsächlich  einzig  durch  die  Wiederaufnahmehemmung  bzw.  Erhöhung  des Angebots    erreicht    werden    kann,    wird    in    Frage    gestellt,    da    sich    die antidepressive Wirkung häufig erst nach einer Latenz von mehreren Tagen bis Wochen  einstellt.  Zudem  gibt  es  neue  Substanzen,  welche  praktisch  keine Hemmung  des  Neurotransmitter  Reuptakes  bewirken  und  doch  gute  klinische Wirkungen   zeigen.   Man   nimmt   heute   an,   dass   sich   infolge   der   durch   die Antidepressiva   veränderten   Monoamin-Konzentration   im   synaptischen   Spalt sowie  durch  direkte  Rezeptorblockade,  die  Rezeptordichte  der  verschiedenen Neurotransmitter-Rezeptoren ändert. Dementsprechend wäre die antidepressive Wirkung durch einen regulativen Eingriff in die noradrenerge und sertoninerge Neurotransmission zu erklären (Mutschler, 1996). 1.4.1. Nefazodon (Nefadar®) Ein neu eingeführtes Antidepressivum, das sich von den herkömmlichen SSRIs unterscheidet,     stellt     die     Substanz     Nefazodon     (Nefadar®)     dar.     Seine antidepressive   Wirkung   beruht   in   erster   Linie   auf   der   postsynaptischen
  
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