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genetische Heterogenität verantwortlich ist. Bei einer im frühen Lebensalter
auftretenden Depression scheinen eher familiäre Belastungen eine Rolle zu
spielen (Thayar, 1994). Die derzeitige Entwicklung im Bereich der
Genforschung lässt weiteren Aufschluss erwarten, wobei der Einfluss der
Umweltfaktoren sowie des sozialen Umfeldes nicht vernachlässigt werden darf.
Es ist von einer genetischen Disposition auszugehen, die während einer
vulnerabelen Phase durch weitere Einflüsse verstärkt wird, so dass
zusammenfassend
von
einer
multifaktoriellen
Erkrankungsgenese
der
Depression ausgegangen werden muss (Tasman, 1997).
Biologische Forschungen zeigen Zusammenhänge zwischen endokrinen
Erkrankungen und depressiven Störungen. Auffälligkeiten der Hypothalamus-
Hypophysen-Schilddrüsen-Achse scheinen ebenso wie Veränderungen der
Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse mit der Entwicklung von
Depressionen n Verbindung zu stehen. Zustandsabhängig finden sich eine
erhöhte Freisetzung von Kortikotropin-Releasing-Hormon, adrenokortikotropem
Hormon und Kortison. Auf erhöhte Kortisol-Ausschüttungen deuten auch die
Ergebnisse des Dexamethason-Tests hin. Eine erhöhte Ausschüttung bei
depressiven Patienten, welche sich mit Besserung der Symptomatik ebenfalls
normalisiert, ist nachgewiesen (Greden, 1983).
Obwohl Schilddrüsenhormone eine antidepressive Wirkung besitzen sollen,
sind neben Studien, die einen verminderten Thyroxin-Spiegel zeigen, mehr
Studien bekannt, welche einen erhöhten Thyroxin-Spiegel nachgewiesen haben
(Goodwin,1990; Goodwin, 1982; Bauer, 1990). Ein Zusammenspiel mit
zentralen Regulationsprozessen findet im Bereich der Signalvermittlung
zwischen
H
ypothalamus und Hypophyse statt. Theorien über ein gestörtes
Gleichgewicht der Neurotransmitter als Ursache der Depression führten
schließlich zur Formulierung der Monoaminhypothese. Dies leitete die
Entwicklung ein, die Ursachen der Depression in somatischen Störungen zu
suchen. Verschiedene biologische Modelle beruhen auf der Annahme einer
Störung der Neurotransmitter und der entsprechenden Rezeptoren.
Diesbezüglich wurden in den letzten Jahren insbesondere Noradrenalin,
Acetylcholin und Serotonin erforscht.
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