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Autonome neurokardiale Regulation bei depressiven Patienten, Effekte der Therapie mit dem Antidepressivum Nefazodon

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16 auf   das   Myokard   führen   zu   einem   von   Schlag   zu   Schlag   veränderten Zeitintervall,    das    ständig    den    zentralen    und    peripheren    Anforderungen angepasst wird.   Mit  Hilfe  der  beschriebenen  Methode  der  Herzratenvariationsanalyse  lassen sich  die  jeweiligen  sympathischen  und  parasympathischen  Einflusse  auf  das Herz  weitgehend  getrennt  voneinander  darstellen.  Diese  Erkenntnisse  werden mittlerweile herangezogen, um verschiedene pathophysiologische Zusammenhänge zu erklären. Die Methode fand Anerkennung, als die HRV als signifikanter  Faktor  für  die  Mortalität  bei  akutem  Myokardinfarkt  beschrieben wurde  (Bigger,  1992;  Malik,  1989).   Von  einigen  Autoren  wird  die  HRV  als wichtigster Prediktor nach einem Myokardinfarkt angesehen  (Kleiger, 1987). In     der    Folge    eines    Myokardinfarktes    stehen    arrhythmische    Ereignisse    als Todesursache  im  Vordergrund.  Ebenfalls  in  der  klinischen  Anwendung  ist  die Analyse der HRV bei Patienten, welche an Diabetes Mellitus leiden. Bei ihnen wird  die  Bestimmung  zur  Erkennung  einer  ADN  herangezogen. Im  Rahmen einer  24-h-EKG-Registrierung  bei  6.693  Personen  mit  reduzierter  HRV  wurde ein  2,6-fach  höheres  relatives  Risiko    für  einen  plötzlichen  Herztod  innerhalb von zwei Jahren nachgewiesen. So befanden sich 18 Diabetiker unter den 193 plötzlich Verstorbenen, dies entspricht 9,3% (Algra, 1993). Des weiteren gehört die HRV-Analyse mittlerweile zur Routinediagnostik, wenn eine Beteiligung des autonomen Nervensystems bei Erkrankungen angenommen wird. Bisherige  Studien,  die  bei  depressiven  Patienten  anhand  der  HRV-Analyse Verschiebungen im autonomen System nachweisen sollten, zeigen gegensätzliche Ergebnisse. Im Vergleich zu gesunden Kontrollpersonen konnte bei  diesen  keine  eindeutige  Aussage  bezüglich  der  Aktivität  der  einzelnen autonomen  Einflüsse  getroffen  werden.  Einige  Arbeitsgruppen  berichten  über einen    reduzierten    Parasympathikotonus    im    Ruhezustand    und    während verschiedener  Provokationsmanöver   (Dalack,  1990;  Rechlin,  1994).  Yerangi und     Moser     haben     hingegen     keinen     Anhalt     für ine     herabgesetzte Parasympathikus-Aktivität  nachweisen  können.  Ebenso  gibt  es  keine  Einigkeit über   Veränderungen   des   Sympathikotonus.   Keine   Unterschiede   zwischen gesunden  Kontrollpersonen  und  depressiven  Patienten  konnten  von  Yeragani
  
Handbuch der unipolaren und bipolaren Erkrankungen
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