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Autonome neurokardiale Regulation bei depressiven Patienten, Effekte der Therapie mit dem Antidepressivum Nefazodon

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14 Distress  waren,  bevor  sich  Veränderungen  der  Herzfrequenz  zeigten   (Hon, 1958). Der Zusammenhang von reduzierter HRV und gesteigerter Letalität nach akutem  Herzinfarkt  wurde  zuerst  von  Wolf  beschrieben ( Wolf,  1978).    1987 erschien die erste groß angelegte Risikostudie, in der die Bedeutung reduzierter HRV  als  starker  und  unabhängiger  Prädiktor  des  Sterberisikos  nach  akutem Herzinfarkt  präzisiert  wurde   Kleiger,  1987).  Mit  dieser  Studie  fand  die  HRV- Analyse Eingang in die klinische Forschung. Theorien, dass ein Zusammenhang    zwischen    autonomen    Regulationsmechanismen    und    der Pulsrate  besteht,  waren  schon  lange  bekannt.  Bainbridge  entwarf  1920  das Model  des  später  nach  ihm  benannten  Reflexes  (Adeoshun,  1989).  Hierbei kommt es während der Inspirationsphase über Reizung der vaskulären Druck- und  Volumenrezeptoren  durch  den  erhöhten  intrathorakalen  Druck  zu  einer reflektorischen   Beschleunigung   der   Pulsrate.   Mayer   beschrieb   im   weiteren Verlauf    Veränderungen    des    Blutdrucks,    welche    unabhängig    von    dem respiratorischen  Rhythmus  sind.  Er  brachte  diese  mit  der  vasomotorischen Aktivität in Verbindung. 1.3. HERZRATENVARIABILITÄT Eine  einfache  Methode,  die  neurovegetativen  Einflüsse  zu  messen,  stellt  die Herzratenvariationsanalyse    dar.    Die    Herzschlagfolge    unterliegt    ständiger Variation   durch   verschiedene   oszillierende   Rhythmen.   Die   Herzfrequenz, genauer, das Schlag-zu-Schlag Intervall, (RR-Intervall), wird permanent mit den zyklischen   Atemexkursionen   synchronisiert.   Weiterhin   wird   das   RR-Intervall ständig den rhythmischen Fluktuationen der Blutdruck-Regulation angeglichen. Humorale    Sinusknotenmodulationen,    z.B.    durch    das    Renin-Angiotensin- Aldosteron  System,  werden  diskutiert.  Schließlich  schlägt  sich  die  Tag-Nacht Rhythmik in einer zirkadianen HRV Welle nieder. Diese verschiedenen Einflüsse auf die Herzschlagfolge werden, abgesehen von humoralen     Faktoren,     über     das     autonome     Nervensystem     mit     seinen sympathischen   und   vagalen   Efferenzen   geprägt.      Mit   der   Möglichkeit,   die Herzaktivität  aufzuzeichnen  sowie  der  Digitalisierung  dieser  Signale,  konnte
  
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