| |
8
um 73 Prozent erhöht. Bei Menschen mit mäßigen Symptomen wurde eine
Erhöhung von 25 Prozent registriert (Jonas, 2000).
Teilweise ist die in der Folge eines Schlaganfalls auftretende Depression durch
die vom Verschluss betroffenen Areale zu erklären. Insbesondere gilt dies für
das linke Frontalhirn sowie für die linke subkortikale Hirnregion. Hierbei handelt
es sich um biologische Ursachen, die zur Depression führen. Andere
Hirnregionen scheinen eher psychologisch und physiologisch auf die
Entstehung der Depression zu wirken. 10 bis 27% der Schlaganfall Patienten
leiden bei der Aufnahme an einer MDD (Roos, 1981).
1.1.4.4. Koronare Herzerkrankung
Depressive Patienten weisen eine erhöhte Letalität und Morbidität für
kardiovaskuläre Erkrankungen auf, welche ihrerseits bei Hinzutreten einer
Depression
schlechtere
Prognosen
aufweisen.
Nach
neueren
epidemiologischen Daten stellen Symptome von Angst und Depression einen
unabhängigen Risikofaktor für das Auftreten einer arteriellen Hypertonie dar.
Dies ist umso bedeutender, da immerhin 40% aller Patienten, die mit einer
Angina pectoris eingeliefert werden, eine depressive Symptomatik aufweisen.
Im Vergleich zu den nicht Depressiven hat diese Gruppe ein mehr als -fach
erhöhtes Risiko, im folgenden Jahr einen Herzinfarkt zu erleiden oder daran zu
versterben (Blaeser-Kiel, 1997; Cossette, 2001). Eine Nachuntersuchung nach
zehn Jahren zeigt, dass die Gruppe im Vergleich zu nicht Depressiven ein fast
zweifach höheres Risiko hat, eine koronare Herzerkrankung zu entwickeln oder
daran zu sterben (Ferketich, 2000). Die Ergebnisse zeigen vor allem, dass die
erhöhte Sterblichkeit an Herzerkrankungen auch unabhängig von zuvor
bestehenden Herzerkrankungen für alle Menschen mit Depressionen gilt und
überwiegend abhängig von der Schwere der Depression ist. Depressionen
erhöhen offensichtlich in erheblichem Maße vorbestehende Risiken für den
Herztod. Die Abhängigkeit von der Schwere der Depression könnte die
unterschiedlichen Zahlen für die Risikoerhöhungen aus Voruntersuchungen
erklären. Verschiedene Mechanismen sind bisher für die Entstehung des
erhöhten Herztodrisikos bei Depressionen diskutiert worden und die Therapie
|  |
|
| |
|
|