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wurden vom National Institute of Mental Health (NIMH), durch das
National
Comorbidity Survey (NCS) und während der Epidemiological Catchment Area
(ECA) Study durchgeführt (Kessler, 1994; Weissman, 1988). Während das
Auftreten der MDD bei präpubertären Jungen und Mädchen gleich verteilt ist,
sind im späteren Verlauf Frauen zwei bis drei mal häufiger erkrankt als Männer
(Depression Guidline Panel, 1993). Ein Zusammenhang zwischen der
Entwicklung einer Schizophrenie und niedrigem sozialem Status ist bekannt,
kann jedoch bei der MDD nicht in solch starker Ausprägung belegt werden,
obwohl deutliche Tendenzen zwischen geringem Einkommen und der
Erkrankung zu erkennen sind. Niedrige Einkommensgruppen zeigen nach er
ECA-Studie zweimal häufiger das Auftreten der MDD im Vergleich zu hohen
Einkommensgruppen (Blazer, 1994). Akute Belastungsfaktoren wie Trennung,
Arbeitslosigkeit und finanzielle Not gelten als weitere Risikofaktoren für die
Entwicklung einer depressiven Erkrankung. Lebenskrisen, Verlusterlebnisse
und Einsamkeit können die Depressionsgefahr erhöhen (Nesse, 2000).
Erhebungen, während des Lebens an einer Depression zu erkranken, weisen
Zahlen von 20% bis 25% für Frauen sowie 7% bis 12% für Männer auf.
Insgesamt ist die Entwicklung festzustellen, dass überwiegend junge
Erwachsene erkranken. So wird die Prävalenz der über 64jährigen von
Weisman mit nur einem Prozent angegeben (Depression Guidline Panel, 1993).
Wenn die Diagnose-Kriterien des ICD-9 herangezogen werden, leiden nach
den Daten der
NCS derzeit 4,9% der Bevölkerung an MDD. Depressive
Episoden treten weitaus häufiger auf. Die WHO veröffentlichte Daten, die einen
Anteil von 10,9% an MDD Erkrankten im Patientengut von Allgemeinarztpraxen
angeben (World Health Report 2001).
Das Vorhandensein verschiedener Faktoren kann auf eine depressive
Erkrankung hinweisen. Nach dem Depression-Guideline-Panel werden zehn
Gegebenheiten als Risikofaktoren für die Entwicklung einer MDD gewertet
(Depression Guidline Panel, 1993).
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