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depressiver Spannungslagen folgendermaßen dar: Es kommt zu einer
Verzerrung sowohl der Selbstanschauung als auch der
eigenen Rolle in der
Gesellschaft.
Dies
führt
zu
Verzweiflung,
Unentschlossenheit
und
Zukunftsangst (Beck, 1973).
1.1.2. Ätiologie
Beschreibungen von Stimmungsschwankungen finden sich immer wieder im
Schrifttum. Schon in der alten griechischen Literatur
ird die Melancholie
beschrieben.
Dieses
Syndrom
steht,
laut
Übersetzung,
in
engem
Zusammenhang mit dem Ungleichgewicht der Körpersäfte. Als ätiologischer
Faktor der Melancholie wurde Schwarze Galle angesehen. Hier drückt sich
die auf Hippokrates (um 460-370 v.Chr.) zurückgehende Vorstellung aus, dass
den Erkrankungen ein Ungleichgewicht der Körpersäfte zu Grunde liegt. Er geht
von einer somatischen Grundlage für die Melancholie aus (Jackson,1986).
Das damalige melancholische Temperament ist nach heutigem Verständnis mit
einer depressiven Stimmungslage oder einer Dysthymia mit frühem Beginn
vergleichbar (Jackson,1986). Während des 19. und 20. Jahrhunderts wurde
der Begriff der mentalen Depression genutzt, um das klinische Bild des
melancholischen Syndroms zu beschreiben. Nach Kraeplin umfasst die
depressive Phase einer manisch depressiven Psychose Niedergeschlagenheit,
Schwermütigkeit und Hoffnungslosigkeit. Die sich anschließende Paranoia
hingegen
ist
durch
Enthemmung
und
Reizbarkeit
gekennzeichnet.
Verschiedene Zustände der manisch depressiven Störung reichen von
einfacher Retardierung über motorische Störungen mit Wahn und Halluzination
bis hin zu Stupor. Ferner unterscheidet Kraeplin Depressionen, welche manisch
depressiv geprägt sind, von denen, die durch melancholische Züge mit Furcht,
Agitation,
Selbstanklagung,
Verfolgungswahn
und
hypochondrischen
Symptomen gekennzeichnet sind (Kraeplin, 1921).
Diese Erkenntnisse prägen noch immer unser heutiges Verständnis und sind
der Überbegriff für all das, was wir heute affektive Störungen nennen. Zwar wird
der Begriff der Melancholie üblicherweise nicht mehr verwendet, jedoch sind
Begriffe wie Depression und manisch depressive Erkrankung zu Beginn des 20.
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